Was versteht man unter “Dirty Talk” bei erotischen Chats?

Zunächst sollte der englische Begriff, um den es im folgenden Artikel geht, ins Deutsche übersetzt und seine Bedeutung erklärt werden. Das Adjektiv “dirty” bedeutet übersetzt dreckig und das Wort “talk” bedeutet Gespräch oder auch sprechen. Fügt man nun beide Wörter zusammen, so wie sie im Begriff “dirty talk” genutzt werden, kann man dies frei mit “anrüchigem (wörtlich: schmutzigem) Gespräch” übersetzen. Damit ist schmutzig nicht im Sinn von dreckig, mit Schmutz befleckt, gemeint, sondern das Wort beschreibt das Gespräch metaphorisch als nicht ganz jugendfrei, beziehungsweise teilweise sogar unter der Gürtellinie.


Doch wie erkennt man nun, ab wann man sich in solch einem Gespräch befindet und vor allem: wann sind solche Gespräche angebracht?
Wie bereits in der Fragestellung formiliert, findet man solche dirty Chats in erotischen Chats oder auf Paarvermittlungsseiten. Solche Gespäche in erotischen Chats sind meistens sehr intim und finden dann statt, wenn man schon etwas Vertrauen zu seinem Gegenüber gefasst hat oder diesen bereits schon länger kennt.
Schmutziges Gespräch, wie die deutsche wortwörtliche Übersetzung lautet, muss aber nicht immer unter der Gürtellinie oder ein “billiger Plausch” bedeuten, sondern er kann auch ganz raffiniert und äußerst zielgerichtet stattfinden.
Den meisten Menschen fällt es sehr schwer so intim zu reden oder gar seinem Gegenüber von seinen Vorlieben zu berichten. Genauso kommt es selten vor, dem Gegenüber mal zu sagen, wie attraktiv und anziehend man ihn in bestimmten Situationen findet. In chats sieht man den Gegenüber meistens nicht, sondern hat eben nur die Möglichkeit, seine Intimität durch Textnachrichten, genau diesen anrüchigen Gesprächen per Chat auszudrücken. Diese können aber auch sehr Nähe erweckend und anreizend sein, wenn man es richtig anstellt. Das Wichtigste ist, sich frei von Ängsten und Bedenken zu machen und einfach mal der eigenen Begierde und dem eigenen Empfinden zu folgen, das bedeutet: frei raus ist immer die beste Sprache!


Doch frei raus und ohne Befürchtungen heißt nicht sofort in die Vollen zu gehen, sondern ein gewisses Fingerspitzengefühl und Feinfühligkeit ist außerdem angebracht. Am besten ist es, man tastet sich langsam vor, macht vielleicht zu Beginn ein, zwei Komplimente, um die Stimmung locker und den anderen in eine angenehme Gefühlslage zu bringen. In erotischen Chats ist es heutzutage durch zahlreiche Funktionen möglich, das anrüchige Gespräch nicht nur via Textnachrichten stattfinden zu lassen, sondern auch die Funktion der versprachlichten Nachrichten zu nutzen. Dies schafft weiterhin Nähe und Vertrauen und lässt außerdem noch der eigenen Stimme, als “Überzeugungsinstrument” und in den meisten Fällen als “erotische Waffe”, freie Bahn.